Passivhaus

Bluffen beim Hausbau. Über die Bluffs vieler Hausverkäufer und Hausanbieter.

Das Bluffen ist ein Verhalten beim Kartenspiel. Sinn der Sache ist es, den Gegner in die Irre zu führen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Der Bluffer tut so, als hätte er ein ganz tolles Blatt und verleitet seinen Gegner zu einem defensiven Spiel. Auf diese Weise kann er auch bei durchaus schlechteren Karten das Spiel für sich optimieren. Wer gut bluffen kann, kann auch gegen einen Gegner mit weitaus besseren Karten gewinnen. Das Bluffen ist beim Pokern, aber auch beim Bridge, Canasta, Watten und Doppelkopf ein gern eingesetztes und wichtiges Spielelement.

Was der Begriff „Bluffen“ mit dem Hausbau zu tun hat?

Beim Kartenspiel geht es ausschließlich darum, den Gegner in die Irre zu führen. Natürlich soll dies die eigene Position stärken und dem eigenen Vorteil soll auf die Sprünge geholfen werden. Genau darum dreht es sich leider oft auch beim Hausbau bzw. im Hausvertrieb. Diese Grundidee des Spielelements lässt sich in die Welt des Hausvertriebs wunderbar einfügen. Beim Hausvertrieb werden oft die kaufmännischen Grundsätze vergessen. Hausanbieter haben Hausverkäufer und gemessen werden beide an Verkaufszahlen. Es wird geblufft, getäuscht und falsch beraten, was das Zeug hält. Bauinteressenten haben in der Regel dabei das Nachsehen. Das ist mehr als schade, denn dadurch bringen einige schwarze Schafe die gesamte Branche in Verruf.

Bluffen beim Hausbau bzw. im Hausvertrieb

Wenn Sie sich zu einem Hausbau entschließen, reicht ein Blick in die Geldbörse normalerweise nicht aus. Ein spitzer Bleistift, ein Blatt Papier und der Taschenrechner gehören zwar zum grundsätzlichen Equipment, aber diese Utensilien reichen immer noch nicht aus. Sie brauchen Hilfe. Was tun? Richtig – ab zum Hausanbieter. Und was sich hier abspielt, passt oft nicht einmal auf die berühmte Kuhhaut, ob die nun lila oder braun-gesprenkelt daherkommt. Es wird geblufft. Sie möchten wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. Sie erwarten eine faire Kalkulation und das ist Ihr gutes Recht. Doch wie sieht die Realität aus? Ein freundlicher Herr oder eine sympathische Dame sitzt Ihnen gegenüber und verkündet Ihnen mit einem offenen Lächeln eine Summe. Das kostet Ihr Haus. Basta. Punkt. Sie fragen nach. Ein bekräftigendes Nicken ist die Antwort. Sie freuen sich – der Bluff hat funktioniert. Zu Ihrem Nachteil. Das ist schade.

Warum funktionieren Bluffs beim Hausbau?

Beim Bluffen kommt es auf einen wesentlichen Aspekt an: Vertrauen. Sie hören genau zu und notieren sich sogar die Ausführungen des Hausverkäufers. Was Sie hören, hat Hand und Fuß. Nur leider wurden einige Tatsachen nicht erwähnt. Ist das schon eine Lüge? Ja. Ein Hausbau durchläuft verschiedene Phasen. Jede Phase ist wichtig und richtig. Doch jede Phase kann mit weiteren Kosten aufwarten. Beispiele? Gerne:

  • Anschlusskosten für Gas, Strom, Wasser, Abwasser.
  • Erdarbeiten, Drainage, Außenanlagen.
  • Vermessungskosten, Eintragungen beim Amt.
  • Baugrunduntersuchung und Baustelleneinrichtung.
  • Gebühren für das Einreichen des Bauantrags.
  • Notargebühren.

Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll auf, welche Kosten im Hausvertrieb gerne „vergessen“ werden. Die gesamten Baunebenkosten sind ein ordentlicher Batzen Geld, den Sie in Ihrer Finanzplanung berücksichtigen müssen. Genau darum geht es. Um Ihr Geld.

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